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Ortsteil Ulrain mit Lina

Die beiden Kirchdörfer Nieder- und Oberulrain werden bereits im Jahre 901 als Olreini und 1018 als Olrenna erwähnt. In einer Urkunde über die Pfarrei Gögging von 1220 werden Bertoldus de Ulrein und Hermanus de superiore Ulreine genannt. Niederulrain war vom 11. Jahrhundert bis 1802 eine eigenständige Hofmark. Die Herren von Ulrain erscheinen bis zu Beginn des 14. Jahrhunderts in verschiedenen Aufzeichnungen. Ihnen folgten die Wimmer von Marching als Hofmarksherrn.

Die letzte Besitzerin der Hofmark Niederulrain war die Gräfin Anna Maria von Rambaldi, die auch das Pflegegericht Neustadt inne hatte. Das Schloss der Herren von Ulrain soll 1388 vom Rheinischen Bund zerstört worden sein und wurde nicht mehr aufgebaut.

Die Kirche von Oberulrain, früher dem hl. Moritz, jetzt dem hl. Achatius geweiht, steht weithin sichtbar auf einer Anhöhe. Das Hochaltargemälde, um 1708, zeigt das Martyrium des hl. Achatius und stammt von dem bekannten Kirchenmaler Johann Gebhard von Prüfening. Sehr interessant ist auch die Bildtafel von 1649 mit ikonographischer Darstellung der hl. Kümmernis mit dem armen Geiger.

Ebenfalls im Kern noch romanisch ist die Kirche Mariä Heimsuchung in Niederulrain. Der sehr schöne Hochaltar, um 1700, stammt wiederum von dem Neustädter Schreiner Anton Schnittmann. In der Mitte des Hochaltars steht eine thronende Muttergottes aus der Mitte des 14. Jahrhunderts.

Impressionen

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