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Ortsteil Irnsing

Zum erstenmal wird Irnsing im Jahre 900 als Eringisingun, d. h. bei den Angehörigen des Eringis (des für die Ehre Streitenden, des Ehrenspeers) erwähnt. Die zweite urkundliche Erwähnung folgt 1012, als Kaiser Heinrich II seinem neu gegründeten Bistum Bamberg den Ort Irnsing mit allem Zubehör schenkte.

Verwaltungsmäßig war Irnsing über Jahrhunderte hinweg eine eigenständige Hofmark mit eigener Gerichtsbarkeit. Noch heute zeugt das Schloss aus dem 17. Jahrhundert, ein drei- geschossiges Gebäude mit Halbwalmdach, von dieser Feudalherrschaft.

Besitzer waren von 1490 bis 1669 die Prantl. Ihnen folgten die Kammerloher, Speidl, Arco, Lerchenfeld, Schleich und Gruben. Mitte des 19. Jahrhunderts kam das Schloss in Privatbesitz.

Die frühgotische Kirche Unserer Lieben Frau, aus dem 13. Jahrhundert, steht auf dem Terrain einer mittelalterlichen Befestigungsanlage. Sehenswert sind die Kanzel (um 1720) und das lebensgroße Kruzifix auf dem Hochaltar (17. Jahrhundert).

Sehr schön gearbeitet ist auch das Steinrelief der 14 Nothelfer, um 1460. Neben dem südlichen Treppenaufgang mit dem romanischen Tor steht unmittelbar an der südlichen Befestigungsmauer die zweigeschossige Michaelskapelle aus dem 14. Jahrhundert.

In früheren Jahrhunderten wurde in Irnsing an den terrassen- förmig angelegten Südhängen der Juraausläufer Wein angebaut. 1128 gehörten neun Weinberge in Irnsing zum Kloster Weltenburg.

Impressionen

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