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Ortsteil Hienheim

Hienheim zählt zu den ältesten Siedlungen der gesamten Gegend. Bereits 4000 v. Chr. befand sich in Hienheim eine jungsteinzeitliche Siedlung. Bei archäologischen Ausgrabungen der Universität Leiden (1965 - 1974) konnten insgesamt 38 Hausgrundrisse aus den verschiedenen Zeitepochen der Jungsteinzeit festgestellt werden.

Auch die Kelten und Römer haben in Hienheim ihre Spuren hinterlassen. In Hienheim beginnt der raetische Limes, die Grenzmauer zwischen Donau und Rhein. Von dieser Verteidigungslinie sind noch heute bedeutende Reste in der Flur zu erkennen. An den Beginn des Limes erinnert die Hadriansäule und ein rekonstruierter römischer Wachturm.

Erstmals urkundlich erwähnt wird Hienheim um das Jahr 1000. Im 11. Jahrhundert wird Hienheim als Edelsitz genannt. Diese Hofmark wurde im 30-jährigen Krieg zerstört. Neben der Hofmark hatte Hienheim auch ein altes Forst- und Wildmeisteramt.

Bekannt war der Hienheimer Forst vor allem für seine großen Eichenbestände, die im späten Mittelalter sogar bis nach Köln zum Dombau transportiert wurden. Noch im 18. Jahrhundert berichtet der Forstmeister: Die Eichen des Hienheimer Forstes sind so wenig zählbar, wie die Sterne des Himmels.

Heute steht am Ludwigshain noch ein 2,40 ha großes Waldstück mit einem 500-jährigen Eichenbestand unter Naturschutz.

Impressionen

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