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Umsetzungsbegleitung für den Aufbau einer Fernwärmeversorgung Artikel drucken
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in der Stadt Neustadt a.d.Donau

Im Rahmen des Teil-Energienutzungsplanes für die Stadt Neustadt an der Donau, der im Dezember 2015 durch das Institut für Energietechnik IfE GmbH fertiggestellt wurde, konnte als ein Schwerpunktprojekt die Abwärmenutzung der ansässigen Fa. Bayernoil Raffineriegesellschaft mbH identifiziert werden. Aus den ersten Berechnungen und Vorgesprächen konnte festgehalten werden, dass mit der Abwärmenutzung der Aufbau einer zentralen Fernwärmeversorgung in der Stadt Neustadt an der Donau technisch und wirtschaftlich umsetzbar erscheint.

Zur Weiterentwicklung dieses Projektes wurde über ein Förderprogramm eine Umsetzungsbegleitung zum „Aufbau einer ganzheitlichen Fernwärmeversorgung in der Stadt Neustadt an der Donau mit Abwärmenutzung aus der Raffinerie der Fa. Bayernoil“ beantragt. Nach positivem Zuwendungsbescheid wurde das Institut für Energietechnik IfE GmbH an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden zur Bearbeitung beauftragt.

Die Umsetzungsbegleitung wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie gefördert.

Aufbauend auf der bereits vorhandenen Datengrundlage galt es zunächst das weitere Interesse und Wärmeabsatzpotential im möglichen Trassenkorridor zu eruieren. Neben einigen bereits identifizierten Großabnehmern mit Interesse an einer Fernwärmeversorgung wurde eine Umfrage über einen ausgearbeiteten Fragebogen gestartet, um die ideale Trassenführung dem größtmöglichen Absatzpotential anpassen zu können und gleichzeitig die privaten Haushalte mit einzubinden. Mit einer Rücklaufquote von über 40 % und einem grundsätzlichem Interesse an einer Fernwärmeversorgung von 75 % der Antworten konnte großes Interesses und weiteres nennenswertes Absatzpotential für die mögliche Fernwärmeversorgung identifiziert werden.

In den nächsten Schritten wurde das Wärmeabsatzpotential zusammengefasst, die mögliche Wärmetrasse technisch dimensioniert und mehrere Szenarien für eine detaillierte Wirtschaftlichkeitsbetrachtung mit einer Vollkostenrechnung entwickelt. Bei der Kalkulation der Investitionskosten erfolgte eine umfangreiche Prüfung von Fördermöglichkeiten für Wärmenetze unter Berücksichtigung der jeweiligen Randbedingungen der Programme. Als Ergebnis der vertieften Wirtschaftlichkeitsbetrachtung liegen im Rahmen der Umsetzungsbegleitung die spezifischen Wärmegestehungskosten für die einzelnen betrachteten Szenarien – mit Wärmeabsatzpotentialen zwischen 20 und 30 GWh Wärme im Jahr – vor. Gleichzeitig wurde in Rahmen der Berechnungen die Auswirkung mit betrachtet, wenn die kostengünstige Abwärmenutzung nach dem halben Betrachtungszeitraum wegfallen würde und die Wärme dann konventionell bereitgestellt werden müsste.

Grundsätzlich ist aufgrund der günstigen Wärmebereitstellungskosten bei der Abwärmequelle und der aktuell neuen Förderprogramme und –möglichkeiten eine Wärmeversorgung zu attraktiven Gestehungskosten möglich. Das Gesamtvorhaben erfordert aber enorme Investitionen im zweistelligen Millionenbereich für die Erschließung der Abwärmequelle sowie den umfangreichen Wärmenetzausbau.

Die Ergebnisse der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung wurden durch das Institut für Energietechnik im März 2017 in einer Sitzung dem Stadtrat näher gebracht. Herr Prof. Brautsch wies hierbei auf die interessanten Rahmenbedingungen für eine wirtschaftliche Durchführung des Projektes hin, jedoch auch auf die Risiken, die v.a. in der Verfügbarkeit der Abwärme über einen möglichst langen Zeitraum von mindestens 20 Jahren sowie der hohen Anfangsinvestition liegen.

Das Projekt bzw. die nahezu vollständige Fernwärmeversorgung aus einer Abwärmequelle bietet neben den wirtschaftlichen Aspekten jedoch weitere sehr wichtige positive Effekte, wie z.B. einem Primärenergiefaktor für die Wärme von nahezu „null“, einer deutlichen Vermeidung von Feinstaub aus dem Hausbrand im Innenstadtbereich und insgesamt eine enorme Einsparung an CO2-Ausstoß durch den vermiedenen Einsatz fossiler Energieträger.

Die Stadt Neustadt a.d.Donau bedankt sich an dieser Stelle sehr herzlich beim Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie sehr herzlich für die gewährte Zuwendung. Der Stadt Neustadt a.d.Donau sind bei der Verwirklichung der Umsetzungsbegleitungsmaßnahme Kosten in Höhe von knapp 72.000,00 € entstanden. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie hat diese Maßnahme mit einem Zuschuss von 40.000,00 € begleitet. Die Stadt Neustadt a.d.Donau wäre ohne diese großzügige Bezuschussung wohl nur schwer in der Lage gewesen, die anfallenden Kosten alleine zu tragen. Insgesamt bleibt festzustellen, dass die Ergebnisse dieser Umsetzungsbegleitungsmaßnahme die Stadt Neustadt a.d.Donau nun in die Lage versetzen, die weiteren Schritte einzuleiten. 


Redakteur: Katrin Krammel
Veröffentlicht: 26.10.2017
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